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Der Volkswagen Golf3 und seine Geschichte

Der Volkswagen Golf3 oder Golf III bzw GolfIII oder aber auch VW Golf 3


Viele Schreibweisen, ein Fahrzeug! Der Golf III wurde als Nachfolgemodell des Volkswagen Golf2 welcher von 1991 bis 1999 in Wolfsburg gebaut wurde vorgestellt. Dieser knüpfte nahtlos an die sehr erfolgreiche Geschichte des Volkswagen Golf2 an, welcher von 1983 bis 1991 gebaut wurde. Leider hatte der VW Golf3 in den ersten 4 Jahren bis zum Facelift 1995 erhebliche Probleme mit nachlässiger Verarbeitung und Korrosion, beispielsweise an der Heckklappe. Diese Probleme wurden dann jedoch schnell erkannt und beseitigt. Die ursprünglichen Maße wie Höhe, Breite und Länge blieben zum Vorgängermodell dem VW Golf II weitestgehend gleich, jedoch wurde im Innenraum ein Augenmerk auf die Erhöhung des Komforts und der Sicherheit gelegt, so dass der VW Golf 3 rund 150Kg schwerer wurde.

Volkswagen Golf3 - Die nackten Zahlen


Insgesamt wurden vom VW Golf3 rund 4.800.000 Autos produziert wobei rund 4 Million Autos als Karosserievariante „Limousine“ vom Band liefen. Die übrigen 800.000 Modelle wurden als VW Golf3 Cabriolet und als nagelneue Kombi-Variante mit dem Namen „Golf 3 Variant“ gebaut. Auch der VW Jetta auf Basis des Golf 2 bekam einen Nachfolger. Der VW Vento kam als Stufenheckvariante des Volkswagen Golf3 auf den Markt und war auch mit allen Motoren der VW Golf III Palette erhältlich.

Der Volkswagen Golf 3 - Vorreiter im Thema Sicherheit in der Kompaktklasse


Den größten Fortschritt gab es in der passiven Sicherheit, ab 1993 konnte man erstmals in der Kompaktklasse Fahrer und Beifahrer Airbag und Gurtstraffersysteme als Extra-Option bei der Auslieferung bestellen. VW Golf III der vorherigen Baujahre konnten mit einem Fahrer Airbag nachgerüstet werden. Ab 1995 kamen dann noch Seitenairbags hinzu welche beim VW Golf3 in den Seitenteilen der Sitze verbaut wurden. Aber auch die Karosse wurde in wesentlichen auf mehr Sicherheit getrimmt. So wurde die Fahrgastzelle und die Türen mit neuen Materialien und Produktionsverfahren verstärkt, so dass diese im Crashverhalten eine deutliche Erhöhung der Sicherheit erfolgte. Ab 1997 bekamen dann alle Volkswagen Golf3 serienmäßig ABS spendiert die die Sicherheit weiter erhöhte.

26 verschiedene Golf 3 Motoren beiten eine große Bandbreite an Leistung


Die Motorenpalette wurde beim Volkswagen Golf III mit den starken TDI–Motoren und den beiden VR6 Motoren erweitert. Die TDI Motoren waren ein Meilenstein in der Geschichte des VW Konzerns. Insgesamt wurden in der ganzen Bauzeit 26 verschiedene Motoren mit 7 verschiedenen Hubräumen gebaut. Bei diesen starken turboaufgeladenen Dieselmotoren entfiel das lästige Vorglühen fast komplett und auch die Leistung und Drehmoment stiegen weiter an.

VW Golf 3 VR6 - Der Supersportler und das Ausnahmetalent


1993 war es dann endlich soweit, der erste Reihen-Sechszylinder zog in die Kompaktklasse auch wenn in leicht veränderter Variante. Um Platz im Motorraum zu sparen kam man auf die geniale Idee die Zylinderanordnung um 15° zu verschränken, so entstand dann der Reihen-V-Motor entstand der dann allgemein unter der Bezeichnung VR6 bekannt wurde. Anfangs wurde die 2.8L Hubraum Variante gebaut mit 174PS und später dann als 2,9L Hubraum Variante mit 190PS. Die 2,9L Variante wurde ausschließlich mit einem permanenten Allradantrieb ausgeliefert und unter dem Namen „Golf 3 Syncro“ verkauft. Diese Motorenvarianten wurden Werkseitig nur in der Limousine, Variant und Vento verbaut. Im Cabriolet war die maximale Motorisierung der 2.0L GTI Motor mit 115 PS

VW Golf III Cabrio - Yes we´re open!!


Ebenfalls 1993 wurde das Golf2 Cabrio welches auf der Basis des VW Golf 1 basierte, durch das Golf3 Cabrio ersetzt, der typische Überrollbügel blieb auch bei diesem Modell erhalten und wurde dann auch als „neues Erdbeerkörbchen“ bezeichnet. 1998 bekam dann das Cabrio ein Facelift in Anlehnung an den Golf4 und wurde dann noch bis Dezember 2001 weiter gebaut. 90% Der Cabrios wurden bei Karmann in Hannover gebaut welche die Produktion im Dezember 2001 jedoch einstellte, da die Nachfrage nach Autos mit Hardtops immer größer wurde und der Markt der Stoffverdecke einbrach. Insgesamt wurden bei Karmann 164.234 Cabrios gebaut, letzte Cabrios bis 2002 kamen dann aus dem Werk in Mexiko.

Der Volkswagen Golf 3 GTI - Eine Marke!!


Der Golf III GTI wurde mit der Markteinführung des VW Golf 3 vorgestellt und hatte anfänglich 115PS, die aus einem 2L Aggregat kamen. Später dann folgte noch eine 2L 16Ventil Variante mit 150PS. Zum 20 Jährigen Jubiläum des Golf GTI gab es dann auch erstmals in der Geschichte des GTI´s eine TDI Variante mit 110PS. Als homage an den UR-GTI gab es Merkmale wie dem kariertem Stoff und vielen Austattungsmerkmalen die in der Farbe rot gehalten wurden wie Instrumenten und auch die Gurte. Außen unterschied der 20 Jahre Jubiläums Golf-GTI sich vom normalen Volkswagen Golf 3 GTI durch rote Zierleisten an den Stoßfängern, zweiteilige BBS-Aluräder mit 16" (Bereifung 215/40/16). In Österreich waren bei diesem Modell Ledersitze serienmäßig. Die „20 Jahre“-Sondermodelle sind auf dem Gebrauchtwagenmarkt begehrter als die normalen GTI-Vertreter der dritten Baureihe.

Die Sportler VW GolfIII GTI, VW Golf3 VR6, VW Golf 3 GTD und VW Golf III TDI


Der Volkswagen Golf III ist in den Ausstattungsvarianten CL (Comfort Luxus), GL (Gehobener Luxus), GT (Grand Tourismo), GT Special, GTI und VR6 erhältlich. Der 75-PS-Turbodiesel wurde mit GT-Ausstattung als GTD vermarktet (nicht jedoch die später lancierten TDIs). Der CL war die Einstiegsversion und ist durch unlackierte schwarze Stoßfänger und Außenspiegelgehäuse zu erkennen. Der GL war die komfortorientierte Version mit Velourssitzen (hintere Bank geteilt umklappbar), elektrisch verstell- und beheizbaren Außenspiegeln, Zentralverriegelung und mit partiell in Wagenfarbe lackierten Stoßfängern. Der GT hat serienmäßig ein 14"-Fahrwerk (CL und GL anfangs nur 13") mit strafferer Dämpfung, Doppelscheinwerfer à la GTI, Sportsitze vorne, Drehzahlmesser und einem Bordcomputer, bei VW Multifunktionsanzeige (MFA) genannt. Von außen ist der GT durch die hellgrau abgesetzten unteren Stoßstangenflächen und durch einen Heckspoiler erkennbar. Der GT Special hat eine nochmals verbesserte Ausstattung und fällt unter anderem durch lackierte Stoßfänger, weiße Blinker vorne und abgedunkelte Heckleuchten auf. GTI und VR6 bauen auf dem GT Special auf und haben wie der GL die Anbauteile in Wagenfarbe, zudem gehörten 15"-Leichtmetallräder, Lederlenkrad, elektrische Fensterheber, Kotflügelverbreiterungen und anderes zur serienmäßigen Ausstattung. Bei sämtlichen Varianten wurde die Serienausstattung im Laufe der Jahre in vielen Details aufgewertet. GTI, GTI 16V (ab 1993 erhältlich) und der VR6 haben serienmäßig eine geänderte Servolenkung, eine 15 mm tiefer gelegte Karosserie (Plus-Fahrwerk) mit modifizierten Stabilisatoren, Querlenkern, Radlagergehäusen, Antriebswellen und Domlagern. Es ist an den Fünflochrädern und den hinteren Scheibenbremsen zu erkennen. Als einzige Dieselvariante hatte auch das Sondermodell GTI-TDI mit 110 PS das Plus-Fahrwerk. 16V (2,0 l mit 110 kW/150 PS) und VR6 erhalten serienmäßig ein integriertes ABS/EDS-System (Antiblockiersystem mit elektronischer Differenzialsperre bis 30 km/h), das beim GTI 8V gegen Aufpreis lieferbar war.